1919

  • die Vorteile der Kurzwelle für große Reichweiten werden erkannt
  • es wird die drahtlose Sendetechnik weltweit öffentlich erlaubt. Bis dahin waren Rundfunkübertragungen ein Privileg des Militärs.

    • In den USA entstehen zahlreiche Kleinsender. So sendet beispielsweise der Erfinder Lee De Forest (1873–1961) unter der Kennung „2XG“ fünf Mal die Woche Schallplattenkonzerte aus der Bronx.
    • Januar – In Deutschland sichert die Reichspost ihren Anspruch auf das Funkwesen und gliedert dafür aus ihrer alten Abteilung „Telegraphen- und Fernsprechwesen“ eine neue Abteilung für „Funkentelegraphie“ aus.
    • März – Hans Bredow (1879–1959) wechselt als Ministerialdirektor zum Reichspostministerium und beginnt mit der Einrichtung eines „Reichsfunknetzes“.
    • 28. Oktober – Testübertragung für das spätere Radio Prag. Gesendet wird sowohl Sprache wie Musik. Als Sender dient die Radiotelegraphenstation auf dem Prager Laurenziberg.
    • 6. November – Der Ingenieur Hanso Schotanus produziert die erste niederländische Hörfunksendung. Zweimal wöchentlich strahlt der Sender ein gesponsortes Konzertprogramm aus.
    • 19. November – Hans Bredow hält einen Vortrag in Berlin, in dem er erstmals den Gedanken eines Rundfunks für jedermann der Öffentlichkeit vorstellt.
    • Dezember – Die Firma Marconi eröffnet in Drummondville, Kanada, die Versuchsstation „XWA“