1920

  • die amerikanische Amateurfunkvereinigung ARRL testet Schritt für Schritt Kurzwellenempfang für größere Reichweiten und bereitet einen transatlantischen Radio-Kontakt nach Europa vor. Empfangsziel soll im Folgejahr Schottland sein.
  • Januar – Lee De Forest muss den Betrieb seines Sender „2XG“ einstellen, nachdem er ihn von der Bronx (wo er lizenziert war) nach Manhattan verlegt hat.
  • 23. Februar – Marconis 15-kW-Station in Chelmsford (GB) beginnt auf Langwelle 107 kHz mit einem Versuchsprogramm. Zweimal täglich werden Nachrichten und Musik gesendet. Der erfolgreiche Versuch dauert bis zum 6. März 1920.
  • April – Lee DeForest installiert im California Theater in San Francisco einen 1-kW-Sender und überträgt von nun an täglich die musikalischen Darbietungen aus dem Konzertsaal. Die Station mit dem Rufzeichen „6XC“ arbeitet zuerst auf 1450 m (483.5khz), später auf 1260 m (420khz).
  • 15. Juni – Die australische Opernsängerin Nellie Melba tritt als erster Musikstar live im britischen Rundfunk auf.
  • 20. August – Der Sender „8MK“ (heute: WWJ) aus Detroit bietet in Zusammenarbeit mit den Detroit News als erste Radiostation reguläre Nachrichten.
  • 27. August – Die Sociedad Radio Argentinia strahlt eine Aufführung der Wagneroper Parsifal aus. Zu dieser Zeit kann die Übertragung aber nur von Apparaten in Buenos Aires empfangen werden.
  • 2. November – KDKA aus Pittsburgh nimmt sein Programm auf (1020 khz).
  • 22. Dezember – Vom Sender Königs Wusterhausen wird erstmals ein Weihnachtskonzert mit Instrumentalmusik ausgestrahlt. Zuschriften von Privatpersonen, die das Konzert verfolgten, kamen aus den Niederlanden, dem Vereinigten Königreich, Luxemburg sowie den skandinavischen Staaten.