1933

  • Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten am 30. Januar wird in Deutschland die 1925 gegründete Reichs-Rundfunk-Gesellschaft (RRG) gestärkt und die bis dahin selbstständigen Rundfunkgesellschaften aufgelöst. Das Radio wird das wichtigste Propagandainstrument der Nazis, kontrolliert und geleitet vom Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda unter der Leitung von Joseph Goebbels.
  • 15. Februar – Vier junge Männer aus dem linken Parteienspektrum (andere Quellen: „aus dem Umfeld der Stuttgarter KPD“) kappen während einer Wahlrede Adolf Hitlers in der Stuttgarter Stadthalle das Übertragungskabel. Der Anschlag geht als „Stuttgarter Kabelattentat“ in die Rundfunkgeschichte ein.
  • 5. März -- das Ministerium für Volksaufklärung und Propaganda übernimmt die Überwachung des deutschen Rundfunks
  • 22. Mai – In den USA ist die 28. und letzte Folge der Radioshow Flywheel, Shyster & Flywheel mit Groucho und Chico Marx zu hören.
  • 18. August – Auf der 10. Großen Dt. Berliner Funkausstellung wird der Volksempfänger vorgestellt. Das Gerät wird zum wichtigsten Instrument der NS-Propaganda: Noch während der Messe können 100.000 Stück verkauft werden.
  • 10. November – erster offiziell angeordneter Gemeinschaftsempfang des deutschen Volkes. Es wurde eine Rede Adolf Hitlers aus den Siemens-Werken in Berlin übertragen.
  • 2. Dezember – Der 314 Meter hohe Sendemast in Lakihegy bei Budapest wird als damals höchstes Bauwerk Europas in Betrieb genommen.
  • 31. Dezember -- im Jahr 1933 wurden über 11 Millionen Radios in Deutschland verkauft.